PsychoonkologieDie Psychoonkologie setzt sich mit den psychischen Belastungen und Problemen auseinander, die im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung auftreten können.Neben der oder dem Betroffenen selbst können auch die Menschen aus dem Umfeld sehr belastet sein: Partner, Eltern oder Kinder, Freunde und Verwandte und andere. Sie erleben oft die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen. Es finden sich häufig sowohl Trauer, Wut und Verzweiflung als auch Lebensfreude, Hoffnung und Zuversicht - und alle liegen sehr nah beieinander. Zielsetzung psychoonkologischer Betreuung ist es, die unterschiedlichen Aspekte zu beleuchten, Lösungsansätze zu einem möglichst konstruktiven Umgang mit der Krankheit zu entwickeln sowie Betroffene und Angehörige dabei zu unterstützen, sich mit diesem Themenkreis aktiv auseinanderzusetzen. Eine wertvolle Hilfestellung bei der Bewältigung einer Krebserkrankung sind Visualisierungsübungen (bildhafte Vorstellungen). Wir wissen heute, dass es einen gesundheitsförderlichen Wert hat, sich positive Bilder von Selbstheilungskräften des eigenen Körpers innerlich vorzustellen. Vor allem in Kombination mit einem tiefen Entspannungszustand oder einem tranceartigen Bewußtseinszustand scheinen solche Visualisierungen besonders wirksam zu sein. So kann man z.B. darauf hoffen, dass die Nebenwirkungen einer Chemotherapie durch Visualisierungsübungen weniger belastend ausfallen und dass vielleicht auch die Wirkung der Therapie selbst bedeutsamer sein wird. Als Hypnosetherapeut und Psychoonkologe verknüpfe ich in meinen Meditationstexten beide Gebiete zu besonders eindringlicher Dichte. Beim Anhören gelangt der Zuhörer regelmäßig in tiefe Entspannungszustände, die bereits für sich allein als sehr wohltuend empfunden werden. Am 24.November 2007 hielt ich einen kurzen Vortrag anlässlich des "Krebsinformationstages" in Göttingen. Den Text und Folien zum Thema: Möglichkeiten und Wege psychoonkologischer Betreuung können Sie hier als PDF-Datei anschauen. Stationäre Nachsorge von onkologischen Patienten Die Erkenntnis, dass nach Durchführung einer Akutkrankenhausbehandlung Patienten weiterhin betreut werden sollten und dass das auch häufig stationär effektiv ist, ist allgemein anerkannt und führte zur Entwicklung spezialisierter Kliniken. Es ist dabei von Vorteil, wenn ärztliche Maßnahmen einschließlich einer apparativen Diagnostik zwar durchgeführt, jedoch von den Patientinnen und Patienten nicht als im Vordergrund stehend empfunden werden. Das Behandlungsziel einer onkologischen Nachsorgeklinik wie der Paracelsus Klinik am See (auch auf "facebook" ) in Bad Gandersheim im südlichen Niedersachsen ist die Rehabilitation von onkologischen Patienten, eingebunden in ein Netz von weiteren Nachsorgeangeboten. Es werden Maßnahmen eingesetzt, die in physischer, psychischer und sozialer Hinsicht eine möglichst umfassende "Wiedereingliederung" fördern. Neben der allgemeinen psychologischen Betreuung der Patientinnen und Patienten bietet die Klinik am See die Möglichkeit der Behandlung in einer "Spezialisierten Psycho-Onkologischen Rehabilitationsabteilung", kurz SPOR. Das hier praktizierte, auf den Konzepten von Salutogenese und Ressourcenorientierung basierende Gruppenprogramm hat sich in den letzten Jahren für viele Menschen als sehr hilfreich im Umgang mit ihren Sorgen und Ängsten erwiesen. Weitere Informationen zu SPOR (auch auf "facebook" )
Ich arbeite nun schon seit mehr als 15 Jahren im psychoonkologischen Umfeld. Bereits vor meiner klinischen Tätigkeit auch im universitären Bereich an der Uni in Göttingen. Vor allem aus dieser Zeit stammen einige ältere Publikationen.
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